Escrima-Workshop beim Frühjahrs-Talentcampus

Vom 13.-17.03.2017 konnten sich die Teilnehmer_innen des Workshops „Escrima: Philippinische Kampfkunst, Selbstbehauptung, Körpergefühl“ mal so richtig austoben. Im Rahmen des Talentcampus, dem Ferienprogramm der Hamburger Jungen Volkshochschule, haben 2 unserer Piraten eine Woche lang Basics in den „Filipino Martial Arts“ und deren kulturelle Hintergründe vermittelt. Außerdem Thema: Was tu ich wenn ich in eine blöde Situation gerate und wie vermeide ich solche. Vielen Dank an alle Teilnehmer_innen, es war ne superfette Woche!

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Start in die Fahrradsaison

Die Temperaturen liegen wieder stabil über 0 Grad und es wird erst um 18 Uhr dunkel – also fast schon wieder Frühling! Den Pirat_innen von Crazy Bikes St.Pauli reicht es zumindest wieder zum draußen arbeiten. Obwohl, das haben die sowieso den ganzen Winter über gemacht…

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Straßenpiraten goes Kampfkunst!

Mal ein ganz neues Fahrwasser: In den Märzferien – vom 13.-17.03. – bieten zwei unserer Werkstattkapeiken einen Workshop an zum Thema:

Escrima: Philippinische Kampfkunst, Selbstbehauptung, Körpergefühl

Das Ganze findet im Rahmen des Talentcampus statt, dem Ferienprogramm der Jungen Volkshochschule Hamburg, ist für Leute von 14-18 Jahren gedacht und kostet nix!

>>Update: Der Kurs ist leider schon ausgebucht.<< Und darum geht’s:
Escrima, auch bekannt als Arnis oder Kali, ist ein philippinisches Selbstverteidigungssystem.
Im Mittelalter wurde auf den Philippinen mit Schwert und Machete gegen spanische Eroberer gekämpft. In der heutigen Zeit stehen vor allem das Training mit dem Kurzstock (65cm) aus Rattan sowie waffenlose Techniken im Mittelpunkt.
Die Grundlage bildet ein Bewegungskonzept, das den gesamten Körper einbezieht.
Das Programm bietet einen Einblick in diese Form der asiatischen Kampfkunst und schlägt einen Bogen vom sportlich orientierten Stockkampf hin zu Techniken der waffenlosen Selbstverteidigung. In diesem Zusammenhang geht es dann auch um die Selbstbehauptung in bedrohlichen Situationen und um Möglichkeiten, körperliche Auseinandersetzungen zu vermeiden.

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Frrrrrohes neues Jahr!

Alles Gute für 2017 und jede Menge Feuerwerk wünschen wir allen Bagalutinnen, Piraten, Klabauterfrauen, selbständigen Freibeutern und allen Kindern mit schmutzigen Fingernägeln! Danke für die coolen Workshops 2016! Und allen Kooperationspartner_innen: Danke für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im letzten Jahr!

Kunstschweißen talentCAMPus 2014 web (7)

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Crazy Bikes St.Pauli im Fernsehen

Am Montag hatten wir Sat1 bei uns in der Werkstatt zu Besuch. Hier das Ergebnis:

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Keine Schließung des Straßenkinderprojektes KIDS!

Eine weitere wichtige soziale Institution kämpft ums Überleben: Das KIDS, das seit 1993 junge Menschen unterstützt, die auf der Straße leben, muss aus seinen Räumen am Hauptbahnhof raus, damit dort Büros gebaut werden können. Geht ja gar nicht!

Um das KIDS zu unterstützen könnt ihr eine Petition unterschreiben, die am Freitag den 16.09. im Rathaus übergeben wird: Petition

Zur Übergabe der Petition gibt es eine Demo, die um 14:30 vor dem KIDS auf dem Hachmannplatz startet.

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Talentcampus 2016

Auch dieses Jahr waren wir wieder als Kooperationspartner beim Talentcampus dabei. Der Talentcampus ist das Sommerferienprogramm der jungen Volkshochschule, bei dem Kinder und Jugendliche 2 Wochen lang kostenlos Workshops besuchen können. Und mit ca. 350 Teilnehmer_innen und ca. 25 Workshops pro Woche ist die Aktion auch keine ganz kleine…

Vom 15.-26.08. haben wir unsere mobile Werkstatt aufgebaut und 2 Workshops zum Thema Kunstschweißen angeboten. Und mit den Freakbikes von Crazy Bikes St.Pauli konnten sich die Teilnehmer_innen die Pausen vertreiben.

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Kunst ohne Räder

Unsere Schweißschirme waren alle bloß schwarz. Voll langweilig…
Bunteschirme

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Kaperfahrt nach Neumünster: 25.-29.07.2016

Eine Woche lange waren wir zu Gast im altehrwürdigen AJZ Neumünster – eines der ältesten selbstverwalteten Jugend-/Kulturzentren Europas (gegründet 1971). Natürlich zum Schweißen mit den örtlichen Kiez-Kids.
OrgelpfeifenNMS

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Solidarität mit einer Kollegin

Am 01.04.2016 mussten zahlreiche Kulturprojekte, ein alternatives Hotel/Bio-Restaurant sowie die Drogenhilfeeinrichtung „Palette“ die Schlüssel zu ihren, teilweise seit 25 Jahren genutzten, Räumlichkeiten im „Schanzenhof“, ganz in der Nähe unserer Fahrradwerkstatt im Centro Sociale, abgeben. Der Hintergrund hierfür war der Verkauf des Gebäudekomplexes an die Gebrüder Max und Moritz Schommartz / HWS Immobilien im Jahr 2013, die die laufenden Mietverträge kündigten, da mittlerweile deutlich höhere Mieten mit dem Gebäude zu erzielen sind.

Hiergegen protestierten die betroffenen Projekte und zahlreiche Unterstützer_innen nicht nur bei der Schlüsselübergabe, sondern auch in den darauffolgenden Wochen. Einer der neuen Besitzer der Immobilie sprach im Zuge dessen Hausverbote gegen zahlreiche beteiligte Menschen aus, so auch gegen eine Mitarbeiterin der Drogenhilfeeinrichtung „Palette“. Anstatt ihre Angestellte und Kollegin daraufhin zu unterstützen, setzte die Leitung der Einrichtung dieses Hausverbot um und veresetzte die Mitarbeiterin und Betriebsrätin in eine andere Einrichtung des Vereins.

Die TAZ zum Vorfall: TAZ

Wir stehen diesem Verhalten äußerst kritisch gegenüber, da wir einen solidarischen Umgang unter Kolleg_innen als eine Grundvoraussetzung der Sozialen Arbeit betrachten. Darum schickten wir folgende Email an die Einrichtungsleitung der Palette:

„Moin moin Frau Anke Mohnert,

hiermit protestieren wir gegen das Hausverbot und die Versetzung Ihrer Angestellten und Kollegin Frau Ulrike Winkelmann.

Wir, die Straßenpiraten, sind ein gemeinnütziger Verein der offenen Jugendkulturarbeit aus den Stadtteilen Sternschanze, St. Pauli und Karoviertel. Mit Fassungslosigkeit und Wut beobachten wir das repressive Vorgehen der Gebrüder Schommartz gegen die etablierten (sozialen) Initiativen im Schanzenhof. Wir solidarisieren uns mit Ulrike Winkelmann und allen Anderen von Repression betroffenen.

Mit Besorgnis und Empörung haben wir das Hausverbot und die Versetzung von Ulrike Winkelmann durch Sie vernommen. Wir sind schockiert, dass Sie sich haben so „einfach“ unter Druck setzen lassen. Stattdessen hätten Sie Ihrer Angestellten und Kollegin solidarisch zur Seite stehen sollen!
Frau Anke Mohnert, Sie sind Ihrer Funktion als Leitung und der damit einhergehenden Verantwortung für Ihr Team nicht nachgekommen, indem Sie das erteilte Hausverbot von den Gebrüdern Schommartz weiter an Ihre Angestellte geleitet haben. Sie hätten es vorerst wohlwollend prüfen lassen und sich öffentlich positionieren sollen. Ihr Verhalten hat Auswirkungen auf andere Angestellte und das Team, sich besser nicht im Betrieb zu solidarisieren und Position zu beziehen. Es verunsichert und ängstigt Kolleg*innen, sich besser nicht zu verhalten – es könnte einem Selbst ja auch so ergehen.
Außerdem ist es ein Angriff auf die „freie Meinungsäußerung“ von Personen innerhalb und außerhalb ihrer Arbeitsstelle, Sich in der Freizeit oder als Gewerkschaftsmitglied politisch zu betätigen und deshalb den Unmut z.B. von den Schommartz auf sich zu ziehen. Sie haben sich mit Ihrer Entscheidung zum Handlanger der Gebrüder Schommartz machen lassen. Soziales und politisches Engagement sollte unserer Meinung nach als etwas positives und unterstützenswertes wahrgenommen werden.
Wir wollen Sie auf weitere Aspekte dieser Auseinandersetzung hinweisen:
Mit großem Interesse haben wir Ihre öffentliche Stellungnahme in der taz, zu der Versetzung und dem Hausverbot, gelesen und diskutiert. Ihr zentrales Argument, für das Hausverbot und die Versetzung Ihrer Angestellten, war die Verantwortung gegenüber rund 600 Klient*innen. Die Gefahr, bei Nicht-Verhalten bzw. offensivem und selbstbewusstem Vorgehen, bis zum Monatsende aus dem Schanzenhof rausgeworfen zu werden – und damit der Verantwortung gegenüber Ihren Klient*innen nicht mehr nachkommen zu können. Dies ist für uns nachvollziehbar, aber nicht richtig. Sie tragen eine Verantwortung für Ihre Angestellten und für Ihre Klient*innen! Es ist gut vorstellbar, dass Ihr Verhalten Klient*innen verunsichert und die Vertrauensarbeit erschwert. Sie hätten auch klar Position für die Klient*innen beziehen können: Durch die Rolle der Gebrüder Schommartz, welche als Spekulanten und profitgierige Personen wahrgenommen werden sollten, die einen der letzten Orte in dieser Gegend aufwerten (Gentrifizieren) und ein Interesse daran haben, Drogennutzer*innen, Menschen die nicht mit dem entsprechenden Geldbeutel ausgestattet sind zu vertreiben. Ein offensives Auftreten Ihrerseits hätte es öffentlich schwieriger für die Gebrüder Schommartz gemacht. Es wäre nicht sicher gewesen, ob die Palette e.V. bis Monatsende gekündigt worden wäre und ob man sich hätte dagegen wehren können. Sie hätten prüfen können, inwieweit Sie mit einem offensiven Umgang mehr Solidarität aus dem Viertel erhalten hätten, und damit die Möglichkeit, die Arbeit der Palette e.V. für einige Zeit in anderer Form, in anderen Einrichtungen/Räumen im Viertel und öffentlichen Raum, stattfinden zu lassen.
In Ihrer Entscheidung nicht auf solidarische Strukturen zu bauen, sondern den Schommartz-Brüdern nachzugeben, sehen wir auch eine generelle Haltung innerhalb der sozialen Arbeit. Wir sehen in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit ein stillschweigendes Selbstverständnis, schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung hinzunehmen, sich aufzuopfern – weil wir es ja mit Menschen zu tun haben, und zu schuften bis wir krank sind. Dabei wird oft vergessen, dass wir gegenüber unserer Adressat*innen auch eine politische Verantwortung haben. Gerade zu Zeiten der massiven Verdrängung von Menschen z.B. Drogennutzer*innen, Sexarbeiter*innen und Jugendlichen aus dem öffentlichen Raum, racial Profiling, Erschwerung an Teilhabe z.B. Bildungsstätten, Museen, Theater, …, ist es unsere Aufgabe gegen die massiven Kürzungen in der sozialen Arbeit vorzugehen und dem weiteren Klaffen der Gesellschaft in Arm und Reich etwas entgegenzusetzen!
Daher ist uns Straßenpiraten, ein solidarisches Miteinander und deren Vermittlung ein zentrales Anliegen. Das Eintreten für bessere sozialere Verhältnisse ist für uns eine Lebensaufgabe, welche wir nur zusammen entwickeln können.
Wir verstehen den Kauf des Schanzenhofs durch die Gebrüder Schommartz, die Kündigungen der dortigen Initiativen und Einrichtungen, das repressive Vorgehen gegen die selbigen Strukturen und Personen und den Versuch, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen als Angriff auf uns Alle! Dies geschieht unserer Ansicht nach im Rahmen der Profitmaximierung und dem damit einhergehenden Ausverkauf der Stadt.

Wir, Pirat*innen schließen uns dem Schreiben der „Unterstützungsini Ulrike Winkelmann“ für die „Sofortige Aufhebung des Hausverbots gegen die Betriebsratsvorsitzende von Palette e.V.“ an.

Vielen Dank

Straßenpiraten“

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