Randale im Demokratiebahnhof Anklam

Stellungnahme zu der Randale im Demokratiebahnhof Anklam in Vorpommern

Ein starker Wind trieb einige unverwüstliche Seebären in ferne Gewässer, in einen uns unbekannten Hafen (den Demokratiebahnhof Anklam). Dort trafen wir auf einen Haufen anderer Seeräuber*innen und wurden mit einem vertrauten Moin begrüßt.

Bei Sonnenschein und einer seichten Brise fertigten wir, vom 10.5. auf den 13.5.18., 4 Tage lang mit Kindern und Jugendlichen, in einem Kunstschweißworkshop und einem Fahrradschraub-Workshop, mehrere Kunstobjekte, und reparierten und bauten Fahrräder neu auf. Es wurde fleißig geschraubt, gesprayt, geschleift, geschweißt und Fahrrad mit den FreakBikes gefahren. Mittags wurde gemeinsam gegessen und am Sonntag gab es sogar ein Abschlussfest mit Live-Musik und Waffeln. Kinder und Jugendliche präsentierten Stolz ihre neuen Fahrräder und Kunstobjekte.

Mit den Taschen voller Beute starteten wir dann wieder zurück in unseren Piratenhafen. 2 Wochen später erreichte uns per Brieftaube die Nachricht, dass leider wiedereinmal im Demokratiebahnhof randaliert wurde, wobei einige gebaute Kunstobjekte sowie (Hoch)-beete zerstört wurden. Auf den Demokratiebahnhof wurde zuletzt im Sommer 2017 ein Brandanschlag verübt während sich dort Personen drinnen befanden.

Wir, Straßenpiraten, verurteilen die Randale im Demokratiebahnhof. Für uns waren es voll schöne Tage in denen wir gemeinsam Dinge geschaffen, Beziehungen geschmiedet und voneinander gelernt haben. Das kann uns nicht weg-genommen werden und motiviert uns weiter zu machen.

Wir vermuten dass Faschist*innen dort randalierten, um Menschen zu demotivieren, Angst und Unsicherheiten zu sähen, in der Hoffnung damit gegen ein offenes soziales Projekt, wie den Demokratiebahnhof, vorgehen zu können. Ein solches Verhalten bzw. eine solche Ideologie passt gut in die Strategie der Zerstörung von allem was anders ist.

In Zeiten der Erstarkung Rechter Strukturen und einer rassistisch aufgeladenen Stimmung in Deutschland, in der es fast täglich zu angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte kommt, wollen wir lokale demokratische Strukturen der Kinder- und Jugendarbeit unterstützen. Neben bestehenden Problemen und Ängsten, wie Arbeitslosigkeit, Perspektivlosigkeit und Landflucht, ist Rechte Gewalt, eine rassistische Bewegung wie z.B. Mvgida auf der Straße und ein breiter Zuspruch für die NPD und AFD, uam. in Vorpommern eine Gefahr für die Gesellschaft.

Der Demokratiebahnhof Anklam ist ein Jugend- und Kulturzentrum und macht sich stark für Vielfalt, Solidarität und Toleranz. Er wird durch Kinder, Jugendliche und vielen ehrenamtlichen engagierten Menschen gestaltet. Es gibt dort Raum für Begegnung und Austausch. Außerdem werden unterschiedlichste wissenschaftliche und handwerkliche Angebote durchgeführt. Der Ort bietet Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Herkunft, usw. sich selbstbestimmt und frei zu entfalten.

Solidarische Grüße an alle Kinder und Jugendliche die mitgebaut haben sowie an Alle engagierten Menschen im Demokratiebahnhof. Schön das es euch gibt!

Kein fußbreit den Faschisten!

Herzliche und Entschlossene Grüße aus Hamburg!

Ein solidarisches Arrrrrrrrrr der gesamten Crew nach Anklam

Straßenpiraten

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