Kunst ohne Räder

Unsere Schweißschirme waren alle bloß schwarz. Voll langweilig…
Bunteschirme

Posted in CrazyBikes/Fahrradwerkstatt, Kunstschweissen

Kaperfahrt nach Neumünster: 25.-29.07.2016

Eine Woche lange waren wir zu Gast im altehrwürdigen AJZ Neumünster – eines der ältesten selbstverwalteten Jugend-/Kulturzentren Europas (gegründet 1971). Natürlich zum Schweißen mit den örtlichen Kiez-Kids.
OrgelpfeifenNMS

Posted in Allgemein

Solidarität mit einer Kollegin

Am 01.04.2016 mussten zahlreiche Kulturprojekte, ein alternatives Hotel/Bio-Restaurant sowie die Drogenhilfeeinrichtung “Palette” die Schlüssel zu ihren, teilweise seit 25 Jahren genutzten, Räumlichkeiten im “Schanzenhof”, ganz in der Nähe unserer Fahrradwerkstatt im Centro Sociale, abgeben. Der Hintergrund hierfür war der Verkauf des Gebäudekomplexes an die Gebrüder Max und Moritz Schommartz / HWS Immobilien im Jahr 2013, die die laufenden Mietverträge kündigten, da mittlerweile deutlich höhere Mieten mit dem Gebäude zu erzielen sind.

Hiergegen protestierten die betroffenen Projekte und zahlreiche Unterstützer_innen nicht nur bei der Schlüsselübergabe, sondern auch in den darauffolgenden Wochen. Einer der neuen Besitzer der Immobilie sprach im Zuge dessen Hausverbote gegen zahlreiche beteiligte Menschen aus, so auch gegen eine Mitarbeiterin der Drogenhilfeeinrichtung “Palette”. Anstatt ihre Angestellte und Kollegin daraufhin zu unterstützen, setzte die Leitung der Einrichtung dieses Hausverbot um und veresetzte die Mitarbeiterin und Betriebsrätin in eine andere Einrichtung des Vereins.

Die TAZ zum Vorfall: TAZ

Wir stehen diesem Verhalten äußerst kritisch gegenüber, da wir einen solidarischen Umgang unter Kolleg_innen als eine Grundvoraussetzung der Sozialen Arbeit betrachten. Darum schickten wir folgende Email an die Einrichtungsleitung der Palette:

“Moin moin Frau Anke Mohnert,

hiermit protestieren wir gegen das Hausverbot und die Versetzung Ihrer Angestellten und Kollegin Frau Ulrike Winkelmann.

Wir, die Straßenpiraten, sind ein gemeinnütziger Verein der offenen Jugendkulturarbeit aus den Stadtteilen Sternschanze, St. Pauli und Karoviertel. Mit Fassungslosigkeit und Wut beobachten wir das repressive Vorgehen der Gebrüder Schommartz gegen die etablierten (sozialen) Initiativen im Schanzenhof. Wir solidarisieren uns mit Ulrike Winkelmann und allen Anderen von Repression betroffenen.

Mit Besorgnis und Empörung haben wir das Hausverbot und die Versetzung von Ulrike Winkelmann durch Sie vernommen. Wir sind schockiert, dass Sie sich haben so „einfach“ unter Druck setzen lassen. Stattdessen hätten Sie Ihrer Angestellten und Kollegin solidarisch zur Seite stehen sollen!
Frau Anke Mohnert, Sie sind Ihrer Funktion als Leitung und der damit einhergehenden Verantwortung für Ihr Team nicht nachgekommen, indem Sie das erteilte Hausverbot von den Gebrüdern Schommartz weiter an Ihre Angestellte geleitet haben. Sie hätten es vorerst wohlwollend prüfen lassen und sich öffentlich positionieren sollen. Ihr Verhalten hat Auswirkungen auf andere Angestellte und das Team, sich besser nicht im Betrieb zu solidarisieren und Position zu beziehen. Es verunsichert und ängstigt Kolleg*innen, sich besser nicht zu verhalten – es könnte einem Selbst ja auch so ergehen.
Außerdem ist es ein Angriff auf die „freie Meinungsäußerung“ von Personen innerhalb und außerhalb ihrer Arbeitsstelle, Sich in der Freizeit oder als Gewerkschaftsmitglied politisch zu betätigen und deshalb den Unmut z.B. von den Schommartz auf sich zu ziehen. Sie haben sich mit Ihrer Entscheidung zum Handlanger der Gebrüder Schommartz machen lassen. Soziales und politisches Engagement sollte unserer Meinung nach als etwas positives und unterstützenswertes wahrgenommen werden.
Wir wollen Sie auf weitere Aspekte dieser Auseinandersetzung hinweisen:
Mit großem Interesse haben wir Ihre öffentliche Stellungnahme in der taz, zu der Versetzung und dem Hausverbot, gelesen und diskutiert. Ihr zentrales Argument, für das Hausverbot und die Versetzung Ihrer Angestellten, war die Verantwortung gegenüber rund 600 Klient*innen. Die Gefahr, bei Nicht-Verhalten bzw. offensivem und selbstbewusstem Vorgehen, bis zum Monatsende aus dem Schanzenhof rausgeworfen zu werden – und damit der Verantwortung gegenüber Ihren Klient*innen nicht mehr nachkommen zu können. Dies ist für uns nachvollziehbar, aber nicht richtig. Sie tragen eine Verantwortung für Ihre Angestellten und für Ihre Klient*innen! Es ist gut vorstellbar, dass Ihr Verhalten Klient*innen verunsichert und die Vertrauensarbeit erschwert. Sie hätten auch klar Position für die Klient*innen beziehen können: Durch die Rolle der Gebrüder Schommartz, welche als Spekulanten und profitgierige Personen wahrgenommen werden sollten, die einen der letzten Orte in dieser Gegend aufwerten (Gentrifizieren) und ein Interesse daran haben, Drogennutzer*innen, Menschen die nicht mit dem entsprechenden Geldbeutel ausgestattet sind zu vertreiben. Ein offensives Auftreten Ihrerseits hätte es öffentlich schwieriger für die Gebrüder Schommartz gemacht. Es wäre nicht sicher gewesen, ob die Palette e.V. bis Monatsende gekündigt worden wäre und ob man sich hätte dagegen wehren können. Sie hätten prüfen können, inwieweit Sie mit einem offensiven Umgang mehr Solidarität aus dem Viertel erhalten hätten, und damit die Möglichkeit, die Arbeit der Palette e.V. für einige Zeit in anderer Form, in anderen Einrichtungen/Räumen im Viertel und öffentlichen Raum, stattfinden zu lassen.
In Ihrer Entscheidung nicht auf solidarische Strukturen zu bauen, sondern den Schommartz-Brüdern nachzugeben, sehen wir auch eine generelle Haltung innerhalb der sozialen Arbeit. Wir sehen in sämtlichen Bereichen der sozialen Arbeit ein stillschweigendes Selbstverständnis, schlechte Arbeitsbedingungen und schlechte Bezahlung hinzunehmen, sich aufzuopfern – weil wir es ja mit Menschen zu tun haben, und zu schuften bis wir krank sind. Dabei wird oft vergessen, dass wir gegenüber unserer Adressat*innen auch eine politische Verantwortung haben. Gerade zu Zeiten der massiven Verdrängung von Menschen z.B. Drogennutzer*innen, Sexarbeiter*innen und Jugendlichen aus dem öffentlichen Raum, racial Profiling, Erschwerung an Teilhabe z.B. Bildungsstätten, Museen, Theater, …, ist es unsere Aufgabe gegen die massiven Kürzungen in der sozialen Arbeit vorzugehen und dem weiteren Klaffen der Gesellschaft in Arm und Reich etwas entgegenzusetzen!
Daher ist uns Straßenpiraten, ein solidarisches Miteinander und deren Vermittlung ein zentrales Anliegen. Das Eintreten für bessere sozialere Verhältnisse ist für uns eine Lebensaufgabe, welche wir nur zusammen entwickeln können.
Wir verstehen den Kauf des Schanzenhofs durch die Gebrüder Schommartz, die Kündigungen der dortigen Initiativen und Einrichtungen, das repressive Vorgehen gegen die selbigen Strukturen und Personen und den Versuch, Einfluss auf die öffentliche Meinung zu nehmen als Angriff auf uns Alle! Dies geschieht unserer Ansicht nach im Rahmen der Profitmaximierung und dem damit einhergehenden Ausverkauf der Stadt.

Wir, Pirat*innen schließen uns dem Schreiben der „Unterstützungsini Ulrike Winkelmann“ für die „Sofortige Aufhebung des Hausverbots gegen die Betriebsratsvorsitzende von Palette e.V.“ an.

Vielen Dank

Straßenpiraten”

Posted in Allgemein

Tallbike geklaut!!!

Richtig blöde Aktion: Am 20.07. wurde uns unser Downhill-Tallbike direkt vor der Werkstatt geklaut! Falls ihr das Rad irgendwo seht, sagt uns bitte bescheid oder bringt es in der Werkstatt im Centro Sociale vorbei…

DownhillTallbike01

Posted in CrazyBikes/Fahrradwerkstatt

Kaperfahrt nach Ottersberg

Vom 22.-24.04. hat eine Kapercrew der Straßenpiraten mit schwerem Geräut einen großen Törn nach Ottersberg gemacht. Dort haben einige engagierte Bagalut_innen im AZ-Ottersberg ein Workshop Village – also ein Wochenende mit vielen tollen Workshops für viele tolle Menschen – auf die Beine gestellt. Mit an Bord war diesmal auch unser Schiffsjunge Flintenfred (5 Jahre), der durfte zwar noch nicht ans Schweißgerät, aber sonst war er überall ganz vorne mit dabei.

Unser Job dabei war das, was wir am Liebsten tun: Mit Schrott, Metall und Schweißgeräten spielen und jungen Menschen zeigen, wie sie mitspielen können. Die Teilnehmer_innen waren sehr interessiert und kreativ. Bei allen möglichen Facetten, die das Wetter im April bieten kann(von Sonnenschein bis Hagel und Temperaturen von 6 grad) haben wir eine schicke Gaderobe mit Schimständer, einen Oktopus aus einer Dachrinne, eine burning-people kreiert und die Feuertonne aufgemotzt.

Großen dank nochmal an die Organisator_innen und Teilnehmer_innen für das schöne Wochenende in Ottersberg, wir kommen wieder!

Posted in Kunstschweissen

Recycling deluxe

Eigentlich sollte der Rahmen schon auf den Müll, aber dann kamen 3 motivierte Jugendliche und haben in gerade mal 3 Stunden noch was Schickes daraus gebaut! Schade, dass wir vorher kein Foto gemacht haben…

Recycling Renner

Posted in CrazyBikes/Fahrradwerkstatt

Migration is a right! Deportation is a crime!

Als Pirat_innen ist für uns Bewegungsfreiheit und die Gleichwertigkeit aller Menschen etwas Selbstverständliches, darum unterstützen wir die Demonstration “Migration is a right! Deportation is a crime!” am 14.05. in Hamburg. Für einen respektvollen Umgang mit Migrant_innen, für Bewegungsfreiheit und gegen Rassismus!

Der Aufruf zur Demo ist hier zu finden:
Never mind the Papers

Posted in Allgemein

Filmtour: NO PASARAN

Anlässlich des Jahrestags der Befreiung vom Faschismus am 08.05.1945 stechen die Straßenpirat_innen mit dem Film “NO PASARAN” in die hohe See der politischen Jugendbildung. An 4 Terminen zeigen wir den Film in unterschiedlichen Räumen und in Kooperation mit unterschiedlichen Initiativen.

Zum Film:
NO PASARAN!
Eine Geschichte von Menschen, die gegen den Faschismus gekämpft haben.

Ein Film von Daniel Burkholz.

Auf einer Reise quer durch Europa, zu den letzten ZeitzeugInnen, die im Spanischen Bürgerkrieg und im 2. Weltkrieg gegen den Faschismus gekämpft haben, macht sich NO PASARAN auf die Suche nach Antworten.
Im Zentrum dieses multinationalen Dokumentarfilms stehen die Lebenswege und persönlichen Schicksale von Gerhard Hoffmann (Österreich), Rosario Sanchez Mora (Spanien), Herman Scheerboom (Niederlande), Kurt Julius Goldstein (Deutschland), der Brüder Joseph und Vincent Almudever (Frankreich) und von Giovanni Pesce und seiner Frau Onorina Brambilla Pesce (Italien). Als sie sich als Freiwillige gemeldet haben, waren sie in der Mehrzahl noch Jugendliche. Doch keiner von ihnen hatte damit gerechnet, erst nach einer oft 10-jährigen Odyssee über die Schlachtfelder Europas und durch Konzentrations- oder Vernichtungslager nach Hause zurückzukehren.
Die Zeitzeug_innen erzählen ohne Pathos, aber eindrucksvoll und bewegend, von ihren Erlebnissen und Erfahrungen. Sie berichten aus der Perspektive von Menschen, die in den Strudel epochaler Ereignisse, für deren Anlässe und Bedingungen sie nicht verantwortlich waren, hineingezogen wurden.
Weitere Infos: http://roadside-dokumentarfilm.de

Termine:
So. 08.05. 18 Uhr. Neumünster: AJZ Neumünster (Friedrichstraße 24).
Fr. 13.05. 20 Uhr. Hamburg: Filmclub Moderne Zeiten, Hafenvokü (Hafenstraße 116).
Do. 19.05. 19 Uhr. Hamburg: Centro Sociale (Sternstraße 2).
Sa. 21.05. 18 Uhr. Neumünster: AJZ Neumünster (Friedrichstraße 24).

Die beiden Termine in Hamburg finden statt in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Hamburg. Die Veranstaltungen in Neumünster werden gefördert vom Jugendverband Neumünster.

Posted in Allgemein

Es wird bunt!

Der Frühling ist da, da wird es Zeit für neue Farbe auf den Fahrrädern!

Spraydosen

Posted in CrazyBikes/Fahrradwerkstatt

Lowrider Ahoi!

Heute sind bei uns gleich zwei neue Freakbikes vom Stapel gelaufen…
0102

0304

Posted in CrazyBikes/Fahrradwerkstatt